Erfolgreiches Spitzengespräch


stv. Stiftungsvorsitzender
Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) zieht ein positives Résumée des gestrigen Spitzengesprächs zwischen Landesregierung und Wirtschaft.
HWK zieht positives Resumé des gestrigen Spitzengesprächs zwischen Landesregierung und Wirtschaft

Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) zieht ein positives Résumé des gestrigen (27. September 2016) Spitzengesprächs zwischen Landesregierung und Wirtschaft: „Der heutige Dialog mit der Landesregierung war konstruktiv und vielversprechend. Ein wichtiges Gesprächsthema war die Fachkräftesicherung. Ich bin der Überzeugung, dass berufliche und akademische Ausbildung gleichgestellt werden müssen. Der zunehmende Akademisierungsgrad geht am tatsächlichen Bedarf der Wirtschaft vorbei. Schon jetzt ist der Bedarf im Saarland an beruflich ausgebildeten Fachkräften hoch. Er wird künftig weiter zunehmen. Dem muss der Landeshaushalt bei der Förderung der beruflichen Bildung nach Ansicht unserer Handwerkskammer stärker Rechnung tragen. Mit Blick auf die in den letzten Monaten zu uns geflüchteten Menschen dürfen wir mit unseren Integrationsanstrengungen nicht nachlassen. Wichtig ist hierbei, dass Politik, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung an einem Strang ziehen. Der Erwerb der Sprachkompetenz hat dabei zentrale Bedeutung", so HWK-Präsident Bernd Wegner.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wies darauf hin, dass Land und Wirtschaft weiterhin ehrgeizige Ziele hätten: „Wir sind uns einig", so die Ministerpräsidentin nach dem Gedankenaustausch, „dass der Status quo nicht zufriedenstellend ist. Wir streben eine Lösung unserer Haushaltsprobleme an, damit wir ab 2020 finanziellen Spielraum haben und auch Schulden abbauen können. Frei werdende Mittel werden wir nutzen, um die Rahmenbedingungen für eine gute wirtschaftliche Entwicklung auch weiterhin gewährleisten zu können. Für ein wirtschaftlich freundliches Klima ist nicht nur das Land gefordert, sondern auch die Kommunen. Deshalb muss sich ein finanzieller Spielraum ab 2020 auch für die Kommunen auszahlen, die in Sachen Infrastruktur, Flächen oder Steuern gefordert sind. Wir haben festgestellt, dass wir eine noch bessere Koordination brauchen, um bürokratische Hürden bei der Integration von Flüchtlingen abzubauen. Wir sind uns auch einig, dass wir vorhandene Strategien zusammenführen müssen zu einer Gesamtstrategie für ein zukunftsfähiges Saarland."