Flüchtlinge: Weg zum Gesellenbrief ebnen


Staatssekretär Jürgen Barke diskutiert mit Handwerksunternehmern über Integration geflüchteter Menschen
Staatssekretär Jürgen Barke diskutiert mit Handwerksunternehmern über Integration geflüchteter Menschen 

Gemeinsam mit Staatssekretär Jürgen Barke vom  Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr diskutierten heute (05.10.16) zehn Handwerksunternehmer in der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) Chancen und Herausforderungen der Integration geflüchteter Menschen. Im Vordergrund stand dabei, wie der Einstieg in eine erfolgreiche handwerkliche Beschäftigung gestaltet werden kann. Einigkeit herrschte darüber, dass gelungene Integration kein Selbstläufer ist, sondern Anstrengungen aller Beteiligten erfordert. Die Sprachkompetenz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das betriebliche Miteinander ist der Dreh- und Angelpunkt gelungener Integration.

„Mit den Menschen, die im Saarland Zuflucht suchen, wandern auch viele Talente zu uns. Sie können den saarländischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bereichern. Das gilt gerade für das Handwerk, denn hier sind noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Auch darum hat das Wirtschaftsministerium die Kampagne 'Perspektive Handwerk' initiiert. Außerdem wird es für die Geflüchteten mit einem Ausbildungsplatz auch leichter, Anschluss zu finden und sich bei uns zu integrieren – eine klassische Win-Win-Situation. Das Handwerk engagiert sich bereits vielfach für die Integration geflüchteter Menschen im Saarland. Hier wollen wir ebenfalls Unterstützung leisten“, erklärte Staatssekretär Jürgen Barke.

Dr. Arnd Klein-Zirbes, Hauptgeschäftsführer der HWK, betont, berufliche Qualifikation und Ausbildung seien notwendige Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration: „Unsere Handwerkskammer hat dafür gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der Bundesagentur für Arbeit drei Mitarbeiter eingestellt, die Unterstützung geben, wenn es darum geht, Flüchtlingen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Sie vermitteln offene Ausbildungsplätze im saarländischen Handwerk und bieten Informationen, welche Kompetenzen welcher Handwerksberuf erfordert.“

Beispielhaft für die zahlreichen engagierten saarländischen Unternehmen gab Handwerksunternehmer Christian Pfennig, der zurzeit selbst zwei Flüchtlinge ausbildet, interessante Einblicke in seine Integrationsarbeit. 


„Die Praxis sieht so aus, dass von allen Seiten ein Mehr an Engagement gefordert ist. Die Auszubildenden müssen neben dem eigentlichen Handwerk vor allem Sprache und Kultur erlernen, die Betriebe müssen flexibel und Neuem gegenüber aufgeschlossen sein,“ so Christian Pfennig, der die zusätzliche Unterstützung durch die neuen Mitarbeiter der HWK begrüßt.

Saarbrücken 5. Oktober 2016