Handwerk mit Flüchtlingsgipfel unzufrieden


Über die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundesregierung am 18. Juni 2015 zeigte sich das Handwerk nicht zufrieden.
Über die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundesregierung am 18. Juni 2015 zeigte sich das Handwerk nicht zufrieden. Dazu erklärte der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Bernd Wegner: „Wir teilen die Einschätzung des ZDH, dass die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen in der Flüchtlingspolitik deutlich hinter den Erwartungen des Handwerks zurückbleiben. Wir sind bereit, in Ausbildung zu investieren und Beschäftigung zu schaffen. Aber es fehlt nach wie vor an Rechtssicherheit für unsere Betriebe.“ Es sei sehr bedauerlich, dass die vom Handwerk und großen Teilen der Wirtschaft geforderte Regelung 3 plus 2 - keine Abschiebung während der 3jährigen Ausbildung und den sich anschließenden ersten beiden Beschäftigungsjahren - nicht beschlossen worden sei. 

Dagegen soll im Aufenthaltsgesetz lediglich klargestellt werden, dass nur solche Flüchtlinge bzw. Asylsuchende, die höchstens 20 Jahre alt sind, etappenweise für jeweils ein Jahr bei erfolgreichem Verlauf der Ausbildung eine Bleibeperspektive erhalten sollen. „Das ist mehr als unbefriedigend. Bundesregierung und die Länder müssen sich daher schnell auf eine möglichst einheitliche und ausbildungsfreundliche Verwaltungspraxis der Ausländerbehörden verständigen“, betonte Wegner. 

Die jetzt beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Sprachförderung seien zwar eine erste, wichtige Facette. „Doch nur die Ausbildung und Beschäftigung junger Flüchtlinge bietet Gewähr für eine schnelle und nachhaltige Integration in die Wirtschaft und fördert so nachhaltig die Akzeptanz in der Gesellschaft,“ so Wegner weiter.