Handwerkskammer intensiviert berufliche Integration von Flüchtlingen


Mit Septemberbeginn baut die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) ihre Aktivitäten im Bereich der Flüchtlingsarbeit aus und stellt drei neue Mitarbeiter ein
Mit Septemberbeginn baut die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) ihre Aktivitäten im Bereich der Flüchtlingsarbeit aus und stellt drei neue Mitarbeiter ein, deren Aufgabe die Integration von Flüchtlingen ist. „Mit dieser Maßnahme steigern wir unserer Engagement, um Flüchtlingen eine berufliche Perspektive im Handwerk zu eröffnen“, erklärt HWK-Präsident Bernd Wegner.
So wird sich ein Flüchtlingsnetzwerker schwerpunktmäßig um die Integration von Flüchtlingen in die handwerkliche Ausbildung und auch um deren weitere Beschäftigung kümmern. Zu seinen Aufgaben gehört es zudem, die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Netzwerken und Akteuren des Arbeitsmarktes zu suchen. Das Projekt wird gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr sowie der IHK Saarland organisiert und finanziert.
Ebenfalls im September startet die Maßnahme „Perspektiven für junge Flüchtlinge – Handwerk“ (Perjuf-H). In diesem Gemeinschaftsprojekt mit der Bundesagentur für Arbeit sollen acht junge Flüchtlinge das Berufs- und Arbeitsleben im Handwerk kennenlernen. Dabei werden Sie von zwei ebenfalls neu eingestellten HWK-Betreuern angeleitet, die sie unter anderem mit drei Berufsfeldern vertraut machen werden. Ein Betriebspraktikum ist ebenfalls Bestandteil des Projekts.

Für HWK-Präsident Bernd Wegner ist das Gesamtpaket ein wichtiger Baustein zur gesellschaftlichen Integration von Flüchtlingen: „Das Handwerk hat bereits in der Vergangenheit seinen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen geleistet. Dieses Engagement wollen wir weiter ausbauen. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer Interesse an einer Ausbildung oder Beschäftigung im Handwerk haben. Wir sind in der Lage, mit unseren Instrumenten und Mitarbeitern diese Aufgabe erfolgreich zu meistern.“ Für den HWK-Präsidenten sind die Projekte auch ein Zeichen einer guten Zusammenarbeit der verantwortlichen Akteure im Saarland. „Alleine hätten wir diese Aufgabe nicht stemmen können“, soder HWK-Präsident.

Sowohl der Flüchtlingsnetzwerker als auch die Mitarbeiter in der Maßnahme „Perjuf-H“ werden gezielt Flüchtlinge ansprechen, und dabei auch mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern im Saarland zusammenarbeiten. Sie sind zudem Ansprechpartner für Handwerksunternehmen und für Flüchtlinge, die eine Ausbildung oder Beschäftigung im Handwerk anstreben. Die neuen Mitarbeiter verstärken gleichzeitig das Netzwerk der ehrenamtlichen Einrichtungen und Institutionen, die für die Integration im Saarland zuständig sind. „Ob Fragen zu sprachlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung oder gezielte Suche nach Stellen, wir haben Antworten für jede Frage, auch dank des guten Netzwerkes“, so Bernd Wegner.

Zentrale Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer für das Thema ist Elke Borowski unter Tel.: 0681 5809-192 bzw. unter e.borowski@hwk-saarland.de.

Saarbrücken 1. September 2016