Hohe Auszeichnung für Hans-Alois Kirf


Ministerpräsidentin überreichte HWK-Ehrenpräsident Hans-Alois Kirf das Verdienstkreuz am Bande
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Würdigung nachhaltiger Verdienste für das saarländische Handwerk“

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am Samstag (12.12.15) in der Staatskanzlei Hans-Alois Kirf aus Überherrn das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Hans-Alois Kirf wurde auf Vorschlag der saarländischen Ministerpräsidentin von BundespräsidentJoachim Gauck mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. 
 
In ihrer Ansprache würdigte die saarländische Regierungschefin die besonderen Verdienste des Ordensträgers: „Hans-Alois Kirf hat sich durch sein herausragendes Engagement große Verdienste um das saarländische Handwerk erworben. Er ist nicht nur ein würdiger und anerkannter Repräsentant des saarländischen Handwerks, sondern er hat insbesondere als Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes vieles auf den Weg gebracht, für das er 2009 auf Beschluss des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks die höchste Auszeichnung im Handwerk, das „Handwerkszeichen in Gold“ erhielt. Damit hat er im saarländischen Handwerk wichtige Akzente gesetzt, die auch die heutige Auszeichnung uneingeschränkt rechtfertigen. Mit dieser hohen Auszeichnung erfährt sein langjähriges und von nachhaltigem Erfolg gekennzeichnetes Engagement eine gebührende Würdigung.“ 
Hans-Alois Kirfwurde 1994 in die Vollversammlung der Handwerkskammer des Saarlandes gewählt und bekleidete von 1999 bis 2004 zunächst das Amt des Vizepräsidenten. Anschließend war er bis Juni 2014 Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes. Insbesondere in dieser Funktion hat er maßgeblich an wichtigen handwerkspolitischen Entscheidungen und Projekten mitgewirkt und solche auch initiiert.
Als HWK-Präsident hat er sich für die Vertiefung der europäischen Vereinigung und die Weiterentwicklung der Großregion eingesetzt, etwa durch Mitarbeit im Interregionalen Rat der Großregion. Seinem Engagement ist es wesentlich zu verdanken, dass die Partnerschaft mit der Handwerkskammer de la Manche (Normandie) wiederbelebt und gefestigt wurde. Seit nunmehr fast zehn Jahren findet wieder ein jährlicher Lehrlingsaustausch zwischen den beiden Kammern statt.
Gemeinsam mit dem Land hat sich Hans-Alois Kirf vehement dafür eingesetzt, dass die Staatliche Meisterschule nicht geschlossen wurde, sondern als Saarländische Meister- und Technikerschule in Trägerschaft der HWK (Handwerkskammer) fortgeführt werden konnte. 
Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung hat sich Hans-Alois Kirf systematisch für die Fachkräftesicherung im Saarland und dabei insbesondere im Handwerk eingesetzt. Beispielsweise bei der Stärkung der dualen Berufsbildung, der Gewinnung französischer Lehrlinge und Lehrlingen mit Migrationshintergrund, der Durchführung von Förderprojekten im Bereich der beruflichen Bildung, der Gleichwertigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung sowie dem Berufsabitur.
Das saarländische Handwerk hat Hans-Alois Kirf durch systematische Modernisierung der Bildungsstätten der HWK vorangebracht, vor allem durch Leuchtturm-Projekte wie KomZet Informations- und Kommunikationstechnik und KomZet Metall. Nicht zuletzt hat er die HWK zu einem effizienten Dienstleister und wichtigen Partner für die saarländische Politik ausgebaut.
Sein Interesse und Engagement galt darüber hinaus der Innungsarbeit. Von 1977 bis 1999 war er Vorstandsmitglied der Bäckerinnung Saarlouis, davon zwölf Jahre (1980 bis 1992) Stellvertretender Obermeister und von 1992 bis 1999 Obermeister der Bäckerinnung Saarlouis. In diesen Funktionen vertrat er die Interessen seines Berufsstandes im Saarland. Als Inhaber eines Bäckereibetriebes hat er insgesamt 36 Lehrlinge erfolgreich ausgebildet.