HWK begrüßt Vorschläge zur Flexirente


Das Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand  hat das Bundeskabinett am Donnerstag, 15. September 2016, auf den Weg gebracht.
Das Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben hat das Bundeskabinett am Donnerstag, 15. September 2016, auf den Weg gebracht. Die Handwerkskammer des Saarlandes schließt sich der Ansicht des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) an und begrüßt nachdrücklich die Umsetzung der Vorschläge, die wichtige Anreize aussenden, dass die Menschen länger in Erwerbstätigkeit bleiben. 

„Die geplanten Neuregelungen zur Teilrente führen zu höheren und flexibleren Hinzuverdienstgrenzen als die gegenwärtigen Teilrentenregelungen“, erklärte HWK-Präsident  Bernd Wegner. Dies habe das Handwerk stets gefordert.

Im Detail regt das Handwerk Änderungen an, um die Regelungen noch einfacher und praxistauglicher zu gestalten. So sollte geprüft werden, ob der Hinzuverdienstdeckel nicht gestrichen werden könnte. Außerdem sollte die Variante der Wahl einer bestimmten Teilrente und Berechnung des Hinzuverdienstes als Regelfall angesehen werden. 

Auch die vorgesehenen Änderungen bei der Beschäftigung von Regelaltersrentnern, die (befristete) Streichung des arbeitgeberseitigen Arbeitslosenversicherungsbeitrags und die Rentenwirksamkeit der arbeitgeberseitigen Rentenbeiträge bei optionaler Beitragsentrichtung durch den Arbeitnehmer, sind richtig und sinnvoll. Sie  reduzieren die immer wieder bemängelte Benachteiligung bei Beschäftigung von Regelaltersrentnern. Die Einführung einer Sonderregelung bei der Förderung von Weiterbildung nach dem SGB III für Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten begrüßt das Handwerk ebenfalls, da dies zu einer Steigerung der Weiterbildungsaktivitäten, gerade in Kleinstbetrieben, beitragen dürfte.

Saarbrücken, 18. 09. 2016