HWK ehrt Meisterjubilare


Handwerkskammer verleiht zwei Eiserne, 17 Diamantene und 55 Goldene Meisterbriefe an 3.900 Jahre Meistererfahrung
Handwerkskammer verleiht zwei Eiserne, 17 Diamantene und 55 Goldene Meisterbriefe an 3.900 Jahre Meistererfahrung 

„Sie können zu Recht stolz sein auf Ihre Meister-Qualifikation, die Sie in einer Phase des Umbruchs und des Neubeginns in unserem Land erworben haben. Sie und die Generation nach Ihnen haben das berufliche Wissen und Können, das Sie in der Meistervorbereitung erworben haben, vorbildlich umgesetzt“, zollte HWK-Präsident Bernd Wegner der Lebensleistung der Meisterjubilarinnen und Jubilare im Großen Saal der Handwerkskammer (HWK) seinen Respekt. Es war geballte Meisterkompetenz, die in der Handwerkskammer versammelt war, um die Ehrung aus den Händen des Präsidenten entgegenzunehmen. Insgesamt standen zwei Eiserne, 17 Diamantene und 55 Goldene Meisterbriefe zur Verleihung an. 
Wegner betonte in seiner Laudatio, dass die Jubilare ob als selbstständige Unternehmer oder leitende Mitarbeiter durch Ihre Leistungen den Grundstein für die gute Entwicklung des Saar-Handwerks und damit auch für die des Saarlandes insgesamt gelegt hätten.

Ehepaar feierte Doppel-Gold
Den Eisernen Meisterbrief für 65 Jahre Meisterqualifikation konnten in diesem Jahr Maschinenschlossermeister Bartus Nedlof aus Tholey und Schreinermeister Ludwig Zimmer aus Bischmisheim in Empfang nehmen. 

Als ältester Jubilar erhielt Kraftfahrzeugmechanikermeister Walter Kadisch aus Ottweiler den Diamantenen Meisterbrief aus den Händen des Präsidenten. Der 93-jährige legte am 3. März 1952 seine Meisterprüfung ab. 
Ein Novum gab es ebenfalls bei der diesjährigen Feier. Denn Ehepaar Rosmarie und Siegfried Hahn aus Nohfelden hatten am gleichen Tag ihre Meisterprüfung angelegt und freuten sich gemeinsam ihren Goldenen Meisterbrief entgegennehmen zu können.
Ebenfalls ein Doppeljubiläum hatte Paul Fuchs aus Lebach, der für 60 Jahre Zimmerermeister und 50 Jahre Maurermeister ausgezeichnet wurde.

3.900 Jahre Meistererfahrung
Insgesamt konnten in diesem Jahr 5.915 Lebensjahre auf insgesamt 3.900 Jahre an Meistererfahrung zurückblicken. Wegner dankte den Jubilaren für ihr handwerkliches Engagement und dafür, dass Sie ihr berufliches Wissen und Können vorbildlich umgesetzt hätten. Er stellte in diesen Zusammenhang auch die hohe Ausbildungsleistung des Handwerks heraus, die aktuell bei rund 6.000 Auszubildenden liegt. Wie kein anderer Wirtschaftszweig sei das Handwerk auf qualifizierten Berufsnachwuchs angewiesen. Deshalb sei der Meisterbrief, ein Garant für Kontinuität in der Ausbildung.

Altmeister unterstützen Meister-Aktion
In diesem Zusammenhang verwies er auch auf den Fachkräftemangel, der im Handwerk jetzt angekommen sei. Die Novellierung der Handwerksordnung habe ihres dazu beigetragen, dass die Meisterausbildung in vielen Berufen weggefallen sei. Damit fehle dort nicht nur ein wichtiger Baustein zum Schutz des Verbrauchers, sondern es mangle auch an der Kontinuität in der Ausbildungsleistung. Wegner unterstrich deshalb auch ausdrücklich die Vorbildfunktion der Meisterjubilare gegenüber den Gesellen und Lehrlingen während ihrer aktiven Zeit. Er warb in diesem Expertenkreis ausdrücklich für die Meister-Aktion der HWK „Ja zum Meister“ vor und bat alle um ihre Unterstützung. Einer Bitte, der die Altmeister gerne nachkamen.