HWK stellt Weichen für die Zukunft


Britta Brisch mit Präsident Wegner und HGF Dr. Arnd Klein-Zirbes

Vollversammlung beschließt ‚Masterplan Handwerk 2020‘ einstimmig
Vollversammlung beschließt ‚Masterplan Handwerk 2020‘ einstimmig

Die Vollversammlung der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) hat in ihrer heutigen (03.12.2015) Sitzung die Weichen für die Zukunft des saarländischen Handwerks gestellt. Neben dem Haushalts- und Stellenplan 2016 verabschiedete das ‚Parlament des Handwerks‘ auch den ‚Masterplan Handwerk 2020‘ einstimmig. Er greift gewerkübergreifende Themen wie Fach-kräftesicherung, Infrastruktur und Unternehmensförderung auf. 

„Der Masterplan beschreibt, welche Rahmenbedingungen das Handwerk zur Zukunftssicherung benötigt und welche Weichen es seitens der Landespolitik dafür zu stellen gilt“, erklärt HWK-Präsident Bernd Wegner. Der Masterplan ist Teil eines Strategieprozesses, der bislang rund 100 Maßnahmen in acht Handlungsfeldern umfasst. „Mit unserer Strategie“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbes, „stellen wir sicher, dass unsere HWK ihre Aufgaben gegenüber unseren Mitgliedsunternehmen mit einer dienstleisterischen Haltung und als konstruktiver Partner der Politik zukunftssicher erfüllt.“ Der Zeithorizont der Gesamtstrategie der Kammer und des Masterplans reicht bis ins Jahr 2020. Die HWK wird ihre Gesamtstrategie und den Masterplan gegen Jahresende der Öffentlichkeit im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellen. 

Clearingstelle unterstützt Mittelstand
Ein besonderer Themenschwerpunkt der Vollversammlung war die im Zuge der Novellierung des Mittelstandsförderungsgesetzes neu zu schaffenden Clearingstelle Mittelstand. Sie soll die Interessen des saarländischen Mittelstandes bündeln und mittelstandsrelevante Gesetzesvorhaben auf ihre Mittelstandsfreundlichkeit hin überprüfen. Um einen Einblick in die Arbeit einer Clearingstelle zu bekommen, lud die Vollversammlung der Handwerkskammer die Geschäftsführerin der Clearingstelle Mittelstand bei der IHK NRW, Frau Britta Brisch, als Referentin ein. „Unsere Clearingverfahren zeigen auf, wie sich die Gesetzgebung in der unternehmerischen Praxis auswirkt und wie sich problematische Punkte verbessern lassen. Damit werden die Interessen des Mittelstandes in der Ge-setzgebung direkt in den Blick genommen – und die Ministerien haben die Chance, ihre Vorhaben mittelstandsfreundlicher zu gestalten“, sagt Rechtsanwältin Brisch. 

Bernd Wegner betont in diesem Zusammenhang, es sei entscheidend, dass die saarländische Clearingstelle unabhängig von Weisungen einzelner Ressorts auch auf eigene Initiative hin die Mittelstandsfreundlichkeit einzelner Regelungen prüfen könne.

Er berichtete zudem, dass die Landesregierung beschlossen hat, die Förderung von Umweltmanagement wie die EMAS-Zertifizierung fortzuführen. „Dies ist ein wichtiges Signal“, so Wegner, „das unsere kleinen und mittleren Betriebe dringend brauchen, um die Nachhaltigkeit ihres Umweltengagements zu gewährleisten.“

Saarbrücken, 3. Dezember 2015