Saarländisches Handwerk für vereinfachte Förderverfahren


Staatssekretär Jürgen Barke diskutiert mit Handwerksunternehmen über Energieeffizienz und Klimaschutz
Staatssekretär Jürgen Barke diskutiert mit Handwerksunternehmen über Energieeffizienz und Klimaschutz

Themen wie ‚betriebliche Energieeffizienz´ und ‚energetische Gebäudesanierung’ standen im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem das Saar-Lor-Lux Umweltzentrum (UZ), das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) und die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) heute (27.Oktober 2016) eingeladen hatten. Staatssekretär Jürgen Barke, HWK-Präsident Bernd Wegner und UZ-Geschäftsführer Hans-Ulrich Thalhofer begrüßten dazu dreizehn Handwerksunternehmen zu einem Erfahrungsaustausch in den Räumen der HWK. Ein Schwerpunktthema war dabei die ‚Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz‘ (MIE), bei der das saarländische Handwerk eine Führungsrolle einnimmt. 

Die MIE unterstützt das Handwerk bei der Umsetzung der Energiewende. Das Ziel ist es, die Einsparpotenziale in den Betrieben aufzudecken und die Energieeffizienz zu verbessern, um so die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Sieben Umweltzentren des Handwerks bearbeiten seit 2014 deutschlandweit verschiedene Schwerpunkte. Das Umweltzentrum hat hier eine federführende Rolle inne. Aus der Initiative entstand unter anderem der Webleitfaden Energieeffizienz im Handwerk, der unter www.energieeffizienz-handwerk.de zu finden ist.

„Mit seinem Leistungspotenzial im Bereich Energieeffizienz kann das Handwerk einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung und Verbesserung der energetischen Gebäudesanierung leisten“, so Präsident Bernd Wegner bei seiner Begrüßung. „Im Saarland besteht in vielen Gebäuden ein hohes Sanierungspotenzial im Hinblick auf Energiegewinnung durch erneuerbare Energien. Wenn es darum geht, dieses Potenzial zu heben, sind die Fachbetriebe unseres Wirtschaftsbereichs die erste Wahl. Unsere Berater des Umweltzentrums stehen dabei als unabhängige Experten gerne beratend zu Verfügung.“

Staatssekretär Jürgen Barke zeigt sich mit der Veranstaltung zufrieden und unterstreicht: „Das Handwerk im Saarland kann als Dienstleister und kompetenter Berater maßgeblich zum Gelingen der Energiewende beitragen. Um die im aktuellen Klimaschutzplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit festgelegten Ziele zu erreichen, ist nicht nur ein permanenter Austausch zwischen Handwerk und Politik unumgänglich. Mit diesem Workshop, der sich in die Handwerkskampagne der Landesregierung eingliedert, möchten wir darüber hinaus dem saarländischen Handwerk einen verbesserten Zugang zu den vielfältigen Programmen und Initiativen von Bund und Land eröffnen.“ 

In der Diskussionsrunde wiesen die Unternehmen auch auf Stolpersteine bei der Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten hin. So macht dem Handwerk die Komplexität der Förderverfahren zu schaffen, weil es viele Ressourcen bindet. Die Unternehmen nannten aber auch Lösungsansätze. „Für die saarländischen Betriebe ist es ein gutes Zeichen, dass das Ministerium verstärkt auf uns zugeht und den Austausch sucht. Auf diese Weise können wir die Potenziale, über die die Handwerksbetriebe hinsichtlich der Themen Energieeffizienz und Klimaschutz verfügen, besser nutzen und im Rahmen der innerbetrieblichen Energieeffizienz sowie im Ausbau unserer Beratungskompetenz und Dienstleistungen gegenüber den Kunden einbringen“, so Stefan Boudier (Bosch Service Edmund Boudier GmbH, Saarlouis) stellvertretend für die anwesenden Betriebe.