Vorbild Österreich


stv. Stiftungsvorsitzender
Die Entsorgung von Styropordämmplatten steht derzeit in der Diskussion.  Betroffen ist in erster Linie das Handwerk.
Die Entsorgung von Styropordämmplatten steht derzeit in der Diskussion.  Betroffen ist in erster Linie das Handwerk. Vor allem Dachdeckerbetriebe bleiben auf ihren Containern mit Dämmstoffen sitzen oder erhalten keine Container mehr von den Entsorgern. Mancher Entsorger nutzt die Situation aus, um entsprechende Preise zu fordern. Zudem ist es schwieriger geworden, Angebote zu Sanierungsvorhaben abzugeben, weil eine Preisfindung für die Entsorgung kaum möglich ist.
Wie es besser funktionieren kann, zeigt das Beispiel Österreich: Dort hat man darauf verzichtet, dieses Dämmmaterial als gefährlichen Abfall einzustufen, da die schadlose Entsorgung durch Verbrennen in Müllverbrennungsanlagen (MVA) möglich ist. 
Nach den ersten positiven Reaktionen über den Entsorgungskompromiss des saarländischen Umweltministeriums Mitte Oktober ist zwischenzeitlich bei vielen Betroffenen Ernüchterung eingekehrt. Denn die Entsorger zögern nach wie vor mit der Umsetzung. Den dadurch entstehenden Entsorgungsstau gilt es schnellstens auflösen. Hier ist das Umweltministerium gefordert, die gefundene Kompromisslösung in Richtung Entsorger nochmals verstärkt zu kommunizieren.