Warnung vor Anzeigenofferte der BNBC Media LLC, Wilmington/USA und Berlin


Unseriöses Angebot für den Druck eines "Bürgerinfo"
Unseriöses Angebot für den Druck eines "Bürgerinfo"

Einer unserer Mitgliedsbetriebe hat uns darüber informiert, dass derzeit offenbar verstärkt "Anzeigenofferten" für eine so genannte "Bürgerinfo" per Fax an Betriebe versandt werden. 

Wie uns der Mitgliedsbetrieb mitteilte, erfolgte ein Anruf der BNBC Media mit der Behauptung, man habe eine Anzeige für ein "Bürgerinfo" geschaltet. Diese Anzeige würde zugefaxt und man solle prüfen, ob alles in Ordnung sei und das Fax dann unterschrieben zurücksenden.

Wenn Sie dieses Schreiben an BNBC Media zurückfaxen, haben Sie einen Anzeigenvertrag für ein ganzes Jahr abgeschlossen. Der Preis für diesen Anzeigenvertrag ist nicht sofort ersichtlich und kommt erst zum Vorschein, wenn man alle anfallenden Posten (Kosten für die Zahl der Anzeigenfelder, Satzpauschale, Farbpauschale und Versandkosten) selbst zusammenrechnet. Auch muss man die AGBs genau lesen, denn erst dann stellt man fest, dass der errechnete Preis sich verdreifacht.

Im Falle des Mitgliedsbetriebes wären dies stolze 1.115,00 Euro pro Auflage. Da im Jahr drei Auflagen erfolgen sollen, wären letztendlich 3.345,00 Euro zu zahlen!

Laut AGBs erhält man einen Korrekturabzug nur auf Anforderung und als Nachweis für die Verteilung gilt eine Ablichtung der entsprechenden Kassenbelege der Deutschen Post!

Da die angefragten Betriebe selbstverständlich keinen Anzeigenauftrag erteilt haben, verschafft sich die BNBC Media die Druckvorlagen unrechtmäßig aus Veröffentlichungen in Zeitungen, von Flyern und anderem Material, das die Firmen für Werbezwecke irgendwann einmal haben erstellen lassen.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, solche Angebote intensiv zu prüfen, um nicht in der Hektik des Betriebsalltags ungewollt viel Geld für eine nicht gewinnbringende Werbung "aus dem Fenster zu werfen".

Sofern bei Ihnen Unsicherheit darüber besteht, ob es sich bei einem solchen Anzeigenangebot um Bauernfängerei handelt, führen Sie vorab selbst eine Internet-Recherche durch. Betroffene saarländische Handwerksbetriebe können sich auch unter Telefon 0681 5809-203 an das Justitiariat der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) wenden.