Marius Hoffmann – Tischlermeister

Titel des Meisterstücks

Das Meisterstück heißt Rudi und ist nach meinem Großvater benannt aus dessen Nachlass die verwedenten Hölzer, amerikanischer Ahorn und Dicétou (afrikanischer Nussbaum) stammen.


Welche Aufgabenstellung wurde von der Prüfungskommission vorgegeben?

Die Prüfungskommission hat uns einen Kriterienkatalog bereitgestellt anhand dessen wir unseren Entwurf auf Tauglichkeit prüfen konnten. Eine konkrete Aufgabenstellung gibt es nicht.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Meisterstück und wie haben Sie diese umgesetzt?

Die Idee war einen ausziehbaren Esstisch zu bauen, der in unsere Bestandswohnung passt und den örtlichen Gegebenheiten maßlich angepasst wurde.

Welche besonderen Materialien, Techniken oder handwerklichen Kniffe kamen zum Einsatz?

Besondere Materialien waren Dibétou Holz, heutzutage nicht mehr verfügbar, synchronisierter Auszugsmechanismus mit Zahnrädern und Zahnstangen aus Holzwerkstoffen sowie eine faltbare Einlegeplatte zur Erweiterung der Tischfläche.

Worauf sind Sie bei Ihrem Meisterstück besonders stolz?

Ich habe bis auf mein Gesellenstück vor einigen Jahren nie etwas mit Möbeln zu tun gehabt. Für mich war der Bau dieses Tisches eine große Herausforderung, darauf bin ich sehr stolz.


Was begeistert Sie an Ihrem Handwerk besonders?

Die Vielfältigkeit unseres Berufsfeldes und die Arbeit mit dem natürlichen und warmen Rohstoff Holz.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg zum Meister besonders unterstützt oder inspiriert?

Besondere Unterstützung habe ich von meinen Eltern, meiner Frau und meinen Freunden erhalten, die Inspiration kommt daher, dass ich unseren Familienbetrieb in der 4. Generation weiterführen möchte.

Welche beruflichen Ziele möchten Sie in Zukunft verwirklichen?

Weiterführen unseres Traditionsbetriebes Treppen Hoffmann, den es seit 1928 gibt.

Welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die über eine Ausbildung in Ihrem Beruf nachdenken?

Handwerk hat goldenen Boden, mit Fleiß, Köpfchen und Arbeitseinsatz kann man alles erreichen.