
Titel des Meisterstücks
Mixxi
Welche Aufgabenstellung wurde von der Prüfungskommission vorgegeben?
Das Erstellen eines meisterwürdigen Möbels, was anhand von einem Bewertungsbogen vor Fertigungsbeginn bemessen wird.
Welche Idee steckt hinter Ihrem Meisterstück und wie haben Sie diese umgesetzt?
Ich wollte ein Möbel bauen, das funktional ist und zum Mischen von jeglichen Getränken dient. Dafür habe ich es mit insgesamt drei Schubkästen gefertigt, sodass ich genügen Stauraum habe. Mein Stück kann man in der Mitte mit einer Klappe nach oben und einer Klappe nach vorne öffnen, sodass man genügend Platz hat um sich die Getränke zu mischen. Der Spiegel im mittleren Fach dient zur optischen Vertiefung des „Mischplatzes“.
Welche besonderen Materialien, Techniken oder handwerklichen Kniffe kamen zum Einsatz?
Mein Koprus ist in einem durchgehenden schlichten Furnierverlauf gefertigt, auf Gehrung verleimt und als Trichter nach innen gefertigt. Durch den Trichter und meine schlichte, aber zurzeit moderne Leistenfront wollte ich verschiedene Tiefen erzeugen. Das Material ist Eiche Vollholz bzw. mit Starkschnittfurnier beschichtetes Multiplex mit überfurnierten Anleimern. Als weitere handwerkliche Kniffe habe ich einen Kulizzenauszug, meine Schubkästen gezinkt, die Herzig Zapfenbänder eingelassen und zwei Geheimfächer.
Worauf sind Sie bei Ihrem Meisterstück besonders stolz?
Dass ich mich durch das Meisterstück fortgebildet habe und dies der letzte Prüfungsteil meines Meistertitels ist. Zu dem Stück selbst: Dass alles sehr gut geklappt hat (Planung, Materialbeschaffung, Maschinennutzung) und dass ich für Probleme immer eine Lösung entwickeln konnte.
Was begeistert Sie an Ihrem Handwerk besonders?
Das Lebendige und die Vielseitigkeit des Hauptwerkstoff Holz, aber auch die Vielseitigkeit der Arbeiten des Berufs.
Wer hat Sie auf Ihrem Weg zum Meister besonders unterstützt oder inspiriert?
Meine Familie, meine Freundin und die Mitarbeiter in der Firma in der ich Tischler gelernt habe!
Welche beruflichen Ziele möchten Sie in Zukunft verwirklichen?
Erst einmal Berufserfahrung als Schreinermeister sammeln und dann schauen, was die Zukunft noch bringen wird.
Welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die über eine Ausbildung in Ihrem Beruf nachdenken?
Nicht auf das Geld achten. Man soll das machen, auf das man Lust hat und woran man Spaß hat. Solange man dies hat, kommt der Rest von ganz alleine. Das Handwerk hat in Zunkunft goldener Boden.

