HWK ist Partner im „Bündnis für zirkuläres Bauen“

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Foto: MWIDE / A.A.

Mit einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Kommunen und Landesregierung stellt das Saarland die Weichen für ressourcenschonendes und wirtschaftliches Bauen. Anfang September unterzeichneten elf Partner die Vereinbarung „Bündnis für zirkuläres Bauen im Saarland.“ Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) ist Partner in dem Bündnis und baut gerade ein Innovationsnetzwerk mit Beratungs- und Servicestelle auf.

Helmut Zimmer, Präsident der HWK, sagt zu dem Bündnis: „Zirkuläres Bauen kann nur gelingen, wenn die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir im Saarland nicht nur über Kreisläufe sprechen, sondern konkrete Strukturen für ihre Umsetzung schaffen. Hierzu baut die Handwerkskammer mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums gerade ein Innovationsnetzwerk mit Beratungs- und Servicestelle auf. Es wird darum gehen, aktiv Betriebe zusammenzubringen, Wissen verfügbar zu machen und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist klar: Wir wollen das saarländische Handwerk zum aktiven Gestalter der zirkulären Bauwirtschaft machen und damit zugleich regionale Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

Beim zirkulären Bauen werden Gebäude von Anfang an so geplant, dass sie sich später leichter umbauen, modernisieren oder zurückbauen lassen. Bauteile und Materialien können dadurch wiederverwendet oder recycelt werden. Das schont Rohstoffe, reduziert Abfälle und macht die Bauwirtschaft unabhängiger von Lieferengpässen und steigenden Materialpreisen.

Mit der Vereinbarung legen die Partner gemeinsame Leitlinien für die Weiterentwicklung der saarländischen Bauwirtschaft fest. Sie haben sieben Leitprinzipien vereinbart, die unter anderem den sparsamen Umgang mit Ressourcen, Innovationen, regionale Wertschöpfung und die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand in den Mittelpunkt stellen.

Vier zentrale Handlungsfelder

Darüber hinaus enthält das Bündnis konkrete Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern: öffentliche Vergabe, Aus- und Weiterbildung, Logistik sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit. So sollen regionale Materialkreisläufe gestärkt und Fachkräfte für die neuen Anforderungen qualifiziert werden. Außerdem wollen die Partner die Zusammenarbeit in der Großregion beim Rückbau und der Wiederverwendung von Baustoffen ausbauen. Das Bündnis soll außerdem dazu beitragen, bürokratische Hürden abzubauen und praxistaugliche Lösungen für das zirkuläre Bauen zu entwickeln.

Initiiert und koordiniert wurde das Bündnis vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie. Beteiligt sind außerdem zwei weitere Landesministerien sowie neben der Handwerkskammer Verbände der Bauwirtschaft, Architekten- und Ingenieurkammern und die kommunalen Spitzenverbände.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke: „Wer Rohstoffe spart, stärkt gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Genau darin liegt die Chance des zirkulären Bauens. Wir sichern Wertschöpfung, schonen Ressourcen und machen unsere Unternehmen unabhängiger von knappen Rohstoffen und schwankenden Materialpreisen. Mit diesem Bündnis bringen wir Wirtschaft, Kommunen und Politik an einen Tisch und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen dafür, dass das Saarland bei diesem Zukunftsthema eine Vorreiterrolle einnimmt.“

Überblick der Partner im Bündnis für zirkuläres Bauen:

  • Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
  • Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
  • Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz
  • Verband der Baustoffindustrie Saarland e. V. (VBS)
  • Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft des Saarlandes e. V. (AGV Bau Saar)
  • Baustoffüberwachungsverein Hessen – Rheinland-Pfalz – Saarland e. V. (BÜV HRS)
  • Architektenkammer des Saarlandes (AKS)
  • Handwerkskammer des Saarlandes (HWK)
  • Ingenieurkammer des Saarlandes
  • Saarländischer Städte- und Gemeindetag (SSGT)
  • Landkreistag Saarland

Beratungs- und Servicestelle bei der HWK

Informationen zur neuen Beratungs- und Servicestelle bei der HWK bei der Projektleiterin „Servicestelle Zirkuläres Bauen und Wirtschaften“, Angelina Montag. Sie unterstützt seit Mitte August den Fachbereich Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsberatung für das Handwerk. Die Stelle wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie gefördert.

Angelina Montag
Projektleitung Servicestelle Zirkuläres Bauen und Wirtschaften
Tel.: 0681 5809-338
a.montag@hwk-saarland.de