
Viele Handwerksbetriebe stehen bei der Umsetzung der E-Rechnung weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) setzt sich daher für eine Verschiebung der Einführungspflicht ein – jetzt ist die Unterstützung der Betriebe gefragt.
Handwerk fordert realistischen Zeitplan
Nach aktuellem Stand müssen Unternehmen seit dem 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können. Ab dem 1. Januar 2027 sollen Betriebe mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz verpflichtet werden, E-Rechnungen auszustellen. Ab 2028 gilt diese Pflicht nahezu flächendeckend.
Aus Sicht des Handwerks ist dieser Zeitplan jedoch für viele Betriebe nicht umsetzbar. Der ZDH fordert deshalb eine Verschiebung der Verpflichtung um ein Jahr.
Große Unsicherheiten in der Praxis
Aktuelle Umfragen zeigen: Rund zwei Drittel der Handwerksbetriebe haben weiterhin Probleme beim Empfang von E-Rechnungen. Zudem bestehen zahlreiche offene Fragen – etwa zur digitalen Rechnungskorrektur, die insbesondere für das Bauhandwerk von zentraler Bedeutung ist.
Die Folgen sind:
- erhöhter Abstimmungsaufwand,
- rechtliche Unsicherheiten,
- Risiken beim Vorsteuerabzug,
- mögliche Liquiditätsprobleme.
Viele dieser Herausforderungen sind technischer Natur und können nur durch klare und verbindliche Vorgaben gelöst werden. Diese werden jedoch erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2026 erwartet – wertvolle Zeit geht verloren.
Jetzt Unterstützung zeigen
Gemeinsam mit dem ZDH setzt sich die Handwerksorganisation für eine Verschiebung der E-Rechnungspflicht auf den 1. Januar 2028 ein.
Auch wir als Vertretung des saarländischen Handwerks wenden uns an die Bundestagsabgeordneten aus dem Saarland. Gleichzeitig rufen wir alle Handwerksbetriebe dazu auf, dieses Anliegen aktiv zu unterstützen.
Wenden Sie sich an die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und SPD und machen Sie auf die bestehenden Probleme aufmerksam. Nutzen Sie dafür gerne unseren vorbereiteten Musterbrief.
Ziel ist es, eine realistische und praxisgerechte Umsetzungsfrist zu erreichen.
Hier finden Sie einen Musterbrief zum Download
Adresse aller Bundestagsabgeordneten
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Bundestagsabgeordneten der saarländischen Wahlkreise (der großen Koalition):
CDU:
Philip Hoffmann
Wahlkreis Saarlouis
philip.hoffmann@bundestag.de
Roland Theis
Wahlkreis St. Wendel
roland.theis@bundestag.de)
SPD:
Josephine Ortleb
Wahlkreis Saarbrücken
josephine.ortleb@bundestag.de
Esra Limbacher
Wahlkreis Homburg
esra.limbacher@bundestag.de
Allgemeine Fragen E-Rechnung
Für allgemeine Fragen zum Thema E-Rechnung steht unser Digitalisierungsbeauftragter Artur Hermann gerne zur Verfügung.
Artur Hermann
Beauftragter für Innovation und Technologie Themenschwerpunkt Digitalisierung (DIGI–BIT)*
Telefon 0681 5809-145
a.hermann@hwk-saarland.de
* Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Die Umsetzung wird zusätzlich durch Landesmittel unterstützt. gerne zur Verfügung.
Thomas Klein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0681 5809-320
t.klein@hwk-saarland.de