
Foto: Benny Dutka – Cuvée – die Werbewinzer
Im Beisein von Vertretern der saarländischen Innungen und Verbände gab es Ehrungen für saarländische Meisterinnen und Meister, die vor 50, 60, 65, 70 und in einem Fall sogar vor 75 Jahren ihre Meisterprüfungen bestanden haben. HWK-Präsident Helmut Zimmer beglückwünschte die Ehrenmeisterinnen und Ehrenmeister im Namen des Saarhandwerks zu ihren besonderen Jubiläen. „Unsere Meisterjubilarinnen und Meisterjubilare haben mit ihrem Wirken als Unternehmer, als unverzichtbare Fachkräfte, als engagierte Ausbilder und als ehrenamtlich Tätige das solide Fundament für die heutige Stärke des Handwerks geschaffen. Über Jahrzehnte haben sie mit Einfallsreichtum und Entschlossenheit ganz unterschiedliche Herausforderungen angenommen und zu meistern gewusst. Deshalb sind sie mit ihrem wertvollen Erfahrungsschatz hervorragende Austauschpartner für die junge Handwerkergeneration, die heute neuen Herausforderungen gegenübersteht“, unterstrich Zimmer bei seiner Begrüßung der Geehrten.
Die stellvertretende HWK-Hauptgeschäftsführerin Doris Clohs schloss sich den Glückwünschen des Präsidenten an und ging besonders auf den langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zahlreicher Jubilarinnen und Jubilare ein. „Die handwerkliche Selbstverwaltung könnte ohne den Einsatz der saarlandweit rund 2400 engagierten Handwerkerinnen und Handwerker nicht funktionieren. Die Jubilarinnen und Jubilare, die sich – in vielen Fällen über Jahrzehnte – in unterschiedlichen Ehrenämtern engagiert haben, sind wichtige Vorbilder für die junge Generation“, betonte Clohs bei der Ehrung.
Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam ergänzte: „Ich danke der Handwerkskammer des Saarlandes, dass sie unsere Aula für diese besondere Ehrung gewählt hat. Dieser geschichtsträchtige Ort ist ein gutes Beispiel dafür, wie dank höchster fachlicher Kompetenz von Handwerkerinnen und Handwerkern sowie Meisterinnen und Meistern ein bauliches Leuchtturmprojekt für eine Stadt entstehen kann. Die mehr als 160 Handwerksbetriebe in Sulzbach zeigen, gerade in unserer Zeit des rasanten Wandels, wie wichtig es ist, wenn Arbeit greifbar ist und das Gesicht eines Ortes prägt.“
Meisterjubilar Gernot Kubig durfte 1965 zum ersten Mal seinen Meisterbrief für das Konditorhandwerk in Händen halten. Später setze er den Meister im Bäckerhandwerk drauf. Fast 35 Jahre lang brachte der doppelte Meister in den Lehrwerkstätten der Handwerkskammer angehenden Gesellen und Meistern ihr Handwerkszeug bei. „Das Bäcker- wie auch das Konditorenhandwerk haben auch heute noch goldenen Boden“, ist sich Kubig sicher. Damals wie heute könnten es insbesondere Fachkräfte mit Meisterbrief hier mit Kreativität, Qualitätsbewusstsein und Leistungsbereitschaft zu etwas bringen, beispielsweise als leitende Angestellte, Lehrende, Fachkräfte in der Qualitätssicherung oder selbstständige Unternehmer, so der Diamantene Meister.
Aufruf an Meisterjubilare kommender Jahrgänge
Die HWK ruft alle saarländischen Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister, die 2026 ein Meisterjubiläum beginnend ab dem „Goldenen Meister“ zu feiern haben, auf, sich bei der Handwerkskammer zu melden.
Nähere Informationen gibt es online.
Das Einmaleins der Ehrenmeisterjahre
Auszeichnungen für besondere Meisterjubiläen vergibt die Handwerkskammer gemäß folgender Stufen:
- Goldene Meister nach 50 Meisterjahren
- Diamantene Meister nach 60 Meisterjahren
- Eiserne Meister nach 65 Meisterjahren
- Eherne Meister nach 70 Meisterjahren
- Platine Meister nach 75 Meisterjahren