Zenner Aluminiumbau: „Das papierlose Büro ist erst der Anfang“


Eine Frau und ein Mann stehen vor einem Schild

Unternehmerehepaar Dipl.-Geogr. Christine Zenner und Dipl.-Ing. Udo Zenner | Foto: © Dirk Guldner

Die HWK berät Zenner Aluminiumbau bei der Digitalisierung von Unternehmensprozessen.
Das Unternehmen Zenner Aluminiumbau aus Merzig nimmt mit sechs anderen Handwerksunternehmen an der Konvoiberatung der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) teil. Das Ziel: Die eigene Digitalisierungsstrategie hinterfragen, anpassen und vorantreiben.

„Wir sehen uns selbst als Problemlöser“ antwortet Christine Zenner auf die Frage, was ihr Unternehmen ausmacht. In den Werkstätten von Zenner Aluminiumbau fertigen die Mitarbeiter Fenster, Türrahmen und Terrassenüberdachungen aus dem leichten, robusten Werkstoff. Qualität steht für das Merziger Unternehmen an erster Stelle, mit Billigprodukten möchte es nicht dienen. In dem Familienbetrieb verantwortet Christine Zenner die Systemadministration und ist gleichzeitig Innovationsbeauftragte. „Digitalisierungspotenziale aufzudecken und zu nutzen spielt für uns aus mehreren Gründen eine Rolle“, betont die Handwerksunternehmerin. „Durch die Digitalisierung von Arbeitsabläufen gelingt es uns, effizienter zu produzieren und unsere Mitarbeiter zu entlasten. Außerdem möchten wir als Ausbildungs- und Arbeitsplatz für junge Mitarbeiter attraktiv sein und bleiben. Die jetzige Generation der Auszubildenden ist mit modernen Technologien aufgewachsen und wünscht sich ein Arbeitsumfeld, an dem die Digitalisierung angekommen ist“.
 

Branchenübergreifend für Digitalisierung sensibilisieren

Seit Mitte letzten Jahres nimmt Christine Zenner, die bereits mehrere Weiterbildungs- und Beratungsangebote der HWK genutzt hat, an der sogenannten Konvoiberatung zum Thema Digitalisierung teil. Zu- ständig für die Organisation der im Zwei- bis Dreimonatstakt stattfindenden Workshops sind die Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) der HWK, Dr. Markus Kühn und Dominik Schömer. Bevor sich der branchenübergreifende „Konvoi“ erstmals trifft, stellt sich jedes Unternehmen dem sogenannten Digitalisierungs- check, den das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Saarbrücken als Projektpartner der HWK durchführt. Bei Zenner Aluminiumbau prüften Experten des Zentrums anhand einer umfangreichen Checkliste Auffindbarkeit und Nutzerfreundlichkeit der Website sowie deren Rechts- und Datenschutz-Konformität. Darüber hinaus erfolgte im sogenannten „Digi-Check“ ein Abgleich der bestehenden und gewünschten digitalen Geschäftsprozesse. Während der Prüfung erhalten die Teilnehmer auf ihren Betrieb zugeschnittene Handlungsempfehlungen. In den Workshops folgen auf die Impulsvorträge der BIT oder externer Referenten Diskussion und Erfahrungsaustausch in der Gruppe. Zwischen den Treffen stehen sie den Unternehmen als Ansprechpartner und Berater zur Verfügung. Während Dr. Markus Kühn zu den Themen In- formations- und Kommunikationstechnik berät, deckt sein Kollege Dominik Schömer mit dem Bereich Metalltechnik ein zweites für das Saarhandwerk wesentliches Feld ab. „Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Handwerksbetriebe, die in unserer Handwerksrolle eingetragen sind. Alle Berufszweige des Handwerks haben ein Interesse daran, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen – beispielsweise um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder betriebsinterne Geschäftsprozesse zu optimieren“, so Dr. Kühn.
 

„Der Blick von außen hat uns weitergebracht“

Beide Berater haben Zenner Aluminium- bau in ihren jeweiligen Fachgebieten unterstützt. So hat Markus Kühn bei der Einführung einer Lösung zur revisionssicheren Archivierung elektronischer Dokumente beraten. Dominik Schömer steht dem Betrieb bei der Digitalisierung der Prozesse in der Metallverarbeitung beratend zur Seite. „Der Blick von außen durch die Experten der HWK und der regelmäßige Austausch mit den anderen Handwerkern ist für uns sehr wertvoll. Durch das objektive Feed- back der Berater stellen wir unsere Strategie völlig anders infrage als vorher. Wir waren zwar bereits vor Auftakt des Workshops relativ stark digitalisiert, haben jedoch durch das Programm zahlreiche Impulse erhalten, die uns in kurzer Zeit sehr weit nach vorn gebracht haben. Allein hätten wir dafür sehr viel länger gebraucht“, so Christine Zenner.

 

Kontakt zu den BIT

Dr. Markus Kühn

Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)
Telefon 0681 5809-253
Fax 0681 5809222-253


Dominik Schömer

Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)
Telefon 0681 5809-266
Fax 0681 5809222-266


 

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